Sandler feiert bedeutenden Meilenstein
Eine Festveranstaltung mit fast 200 geladenen Gästen und ein großes Sommerfest für das Sandler Team. Der Generationenwechsel im Vorstand ist nicht nur ein bedeutender Meilenstein, er ist auch der Beginn eines neuen Kapitels, das von Tradition, Innovation und einem starken Teamgeist geprägt ist.
Dr. Sandler übergibt nach 46 Jahren an fünfte Generation
Dr. Christian Heinrich Sandler legt die Verantwortung an der Spitze des Unternehmens in jüngere Hände. Als Symbol dafür überreicht der alte CEO dem neuen Chef Philipp Ebbinghaus einen überdimensionalen Vliesstoffschlüssel. "Du bist der Schlüssel für unser Unternehmen", gibt er seinem Nachfolger mit auf den Weg. "The show must go on" - der Queen-Titel zieht sich wie ein roter Faden durch das Programm der Feier. Wobei anstatt "show" wohl eher die harte, bodenständige Arbeit gemeint ist - ganz im Sinne der Unternehmenstradition.
Bei seinen vielen langjährigen Begleiterinnen und Begleitern bedankt sich Dr. Sandler in einer emotionalen Rede. Dabei ist eine Person hervorzuheben: Bärbl Sandler. Sie hat den scheidenden Chef nicht nur als Ehefrau, sondern auch in vielen verantwortlichen Positionen in der Firma über all die Jahrzehnte maßgebend unterstützt.
Für persönliche Dankesworte greift sich Dr. Sandler auch seine Schwestern Ellen Ebbinghaus und Dr. Martina Presch - beide gehören dem Aufsichtsrat an - heraus.
Auf eine ganz besondere Karriere blickt ein weiteres, bisheriges Aufsichtsratsmitglied zurück: Dieter Magiera hat dem Unternehmen 55 (!) Jahre die Treue gehalten. Jetzt verlässt er das Gremium und darf in den "echten" Ruhestand wechseln. Die Verantwortlichen der Sandler AG zollen Magiera höchstes Lob und bedanken sich in aller Form für mehr als ein halbes Jahrhundert vollen Einsatz im Dienst der Firma.
Philipp Ebbinghaus übernimmt als neuer CEO
Für Philipp Ebbinghaus ist es wichtig, sich für das große Vertrauen zu bedanken, das ihm sein Onkel und die gesamte Firma entgegenbringen. Mehr als zehn Jahre lang durfte er mit Hilfe von Dr. Sandler in seine Führungsrolle hineinwachsen. "Die Firma war und ist sein ein und alles", sagt Ebbinghaus über den scheidenden Chef. Diesem sei es vor allem darum gegangen, jemanden zu finden, dem er sein Vertrauen schenken kann. Und der das Unternehmen in seinem Sinn weiterführt.
Ebbinghaus betont die Werte, die Dr. Christian Heinrich Sandler zeit seines Berufslebens vorgelebt hat. Aufgeben sei für den scheidenden Vorstandsvorsitzenden nie eine Option gewesen. Ebenso wenig, sich mit der zweitbesten Lösung eines Problems zufriedenzugeben. Vor allem aber: Das Verständnis für seine Mittarbeiterinnen und Mitarbeiter samt den Familien, die daran hängen, sei Dr. Sandler stets eine Herzensangelegenheit gewesen.
Ebbinghaus' Dank gilt speziell auch seiner Mutter, der bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden Ellen Ebbinghaus, die ihn nach Schwarzenbach in das Unternehmen holte. Und seiner Tante und Betriebsärztin, Dr. Martina Presch, die für ihn wichtige Ratgeberin war und bleibt. Auch seine Geschwister, Cousins und Cousinen spielten für ihn eine entscheidende Rolle, unterstreicht Ebbinghaus. Zwischen ihm und seinem Vorstandskollegen Dr. Ulrich Hornfeck stimme die Chemie, betont der neue Chef. Ebenso habe er den richtigen Draht zu den weiteren Mitgliedern der Führungsebenen gefunden.
Eines vorweg: Ein Mensch, der alles weiß und allen erklärt, was sie besser machen können - das sei er gewiss nicht. Das wolle er auch nicht sein. Vielmehr pflege er den Respekt vor jeder Aufgabe, sagt Philipp Ebbinghaus.
Der künftige Vorstandschef verweist auf anstehende Investitionen. Etwa die neue Vliesstoffanlage und Verbindungsbrücke zwischen zwei Werken. Um das zentrale Thema Energie will er sich kümmern. Die Sandler AG müsse sich weiterhin auf alternative Energieformen und deren Eigenproduktion fokussieren. Nur so könne sich das Unternehmen von den gefährlich hohen Energiepreisen unabhängiger machen.
Auch Philipp Ebbinghaus baut auf die Kompetenz und Stärke seines Teams. Digitalisierung und Automatisierung sollen als Werkzeuge dienen, um den Anforderungen des Unternehmens und seiner Kunden gerecht zu werden. Das Sandler Werk in Perry, US-Staat Georgia, soll helfen, aus der aktuellen Lage den höchstmöglichen Nutzen zu ziehen.
Lobreden mit Humor
Die Liste prominenter Festredner war lang. Michael Waasner, Präsident der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken lobte die gelungene Nachfolgeregelung der Firma. Er betonte, dass er sich die oberfränkische Wirtschaft ohne das Wirken von Dr. Christian Heinrich Sandler nur schwer vorstellen könne. Bayerns Finanzstaatssekretär Martin Schöffel (CSU) schlug in dieselbe Kerbe: "Sandler ist Schwarzenbach und Schwarzenbach ist Sandler." Hans-Peter Baumann, Bürgermeister der Stadt, ließ Dr. Sandler eine besondere Ehre zuteilwerden: Der Stadtrat habe beschlossen, eine Insel in der Saale nach dem scheidenden Vorstandschef zu benennen. Mit einem guten Schuss Humor würzte der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär seine Lobesrede. Er vermutete, Dr. Sandler werde sich aus dem operativen Geschäft der Firma genauso heraushalten wie Uli Hoeneß bei Bayern München. Agieren wie Hoeneß - das schließt der Ex-Chef des Vliesstoffspezialisten indes kategorisch aus.
Sommerfest für die Belegschaft
Die Belegschaft ist das Herzstück der Sandler AG. Von "seinem Team" sprach der Dr. Christian Heinrich Sandler immer wieder. Und er wurde nie müde, das immer wieder zu unterstreichen. Zum Generationenwechsel gab es ein großes Sommerfest für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In lockerer Atmosphäre und bei leckerem Essen und Trinken stieß man auf die alte und die neue Führungsriege an. Für das leibliche Wohl sorgten regionale Foodtrucks. Emotional und kurzweilig fielen die Festreden aus, intensiv wurde Party gefeiert. Bis nach Mitternacht wurde gelacht, getanzt und gemeinsam in Erinnerungen geschwelgt. Wie also den rundum gelungenen Generationenwechsel in Erinnerung behalten? Am besten mit Bildern! Fotografen waren und sind in sämtlichen Abteilungen des Unternehmens unterwegs, um dort die Menschen an ihrem Arbeitsplatz abzulichten. So können wir diesen markanten Punkt in der Firmengeschichte mit Leben füllen. Und die gegenseitige Wertschätzung dokumentieren.