Sandler nutzt finanzielle Stabilität als Gestaltungs­motor

    Trotz schwieriger Rahmenbedingungen investierte das Unternehmen 2025 über 30 Millionen Euro am Standort Schwarzenbach

    Schwarzenbach an der Saale, 12.03.2026 – Die Sandler Group hat ihre Geschäftszahlen für das vergangene Geschäftsjahr präsentiert. Auch 2025 stand im Zeichen struktureller Branchenherausforderungen und geopolitischer Unsicherheiten. Der Umsatz lag nahezu stabil bei 321 Millionen Euro (VJ 2024: 326 Mio. Euro). Die Ergebnissituation wird weiterhin spürbar durch hohe Energiekosten belastet. Die Zahl der Mitarbeitenden belief sich auf 975 (VJ 2024: 980). Das 1879 gegründete Familienunternehmen, das seit August 2025 in fünfter Generation geführt wird, hält trotz der in Deutschland hohen Produktionskosten an Millionen-Investitionen am Standort Schwarzenbach an der Saale fest. Im Rahmen der langfristigen Unternehmensstrategie setzt das Management Team auf ein striktes Kostenmanagement, die Weiterentwicklung des Produktportfolios und eine höhere Effizienz in Produktion und bei Verwaltungsprozessen. Für die Jahre 2026 und 2027 rechnet das Unternehmen nicht mit einer Markterholung.

    Mehr Automatisierung und schlankere Prozesse

    „Mit dem Geschäftsjahr 2025 waren wir operativ nicht zufrieden. Das Marktumfeld war weiter schwierig“, sagt CEO Philipp Ebbinghaus. „Trotz bzw. gerade wegen der herausfordernden Rahmenbedingungen wollen wir jedoch nicht lamentieren, sondern nach vorne schauen. Daher arbeiten wir konsequent an unseren strategischen Projekten in Schwarzenbach und Perry.“ Als Schwerpunkte nennt der CEO Verbesserungen in der Produktionseffizienz und schlankere kaufmännische Prozesse. „Unsere finanzielle Stabilität konnten wir auch 2025 als Gestaltungsmotor nutzen“, ergänzt Philipp Ebbinghaus.

    Über 30 Millionen Euro Investitionen in Schwarzenbach im Jahr 2025

    Das zeigt sich auch bei der hohen Investitionssumme von über 30 Millionen Euro im Jahr 2025 insbesondere in Schwarzenbach. So automatisierte das Unternehmen vor Ort den Materialfluss zwischen zwei Werkshallen und investierte in eine High-Tech-Produktionsanlage. „Die 150 Meter lange neue Verbindungsbrücke ist nur ein Baustein unserer umfassenden Automatisierungs-initiative“, sagt Dr. Ulrich Hornfeck (CCO). „Die Investition in die neue Produktionsanlage wiederum sorgt für mehr Kapazitäten, sobald der Markt wieder anzieht.“ Darüber hinaus flossen Mittel in die Weiterentwicklung der IT-Systemlandschaft und des Kundenmanagements.

    „Alle diese Investitionen schlagen heute auf der Kostenseite zu Buche. Sie werden uns aber mittelfristig deutlich stärken“, so Philipp Ebbinghaus. "Daher werden wir auch 2026 einen zweistelligen Millionen Eurobetrag in Schwarzenbach investieren. Im Fokus stehen Logistik und Produktion sowie weitere PV-Anlagen und der geplante Batteriespeicher. „Ob jedoch die Wirtschaftlichkeit für eigene Windräder gegeben ist, werden wir erst bis Ende 2026 wissen.“

    Der große Handlungsspielraum sei ein hart erarbeiteter Vorteil, der auf dem vorausschauenden Wirtschaften früherer Generationen beruhe, betont Philipp Ebbinghaus. Diesem Leitgedanken fühle sich das gesamte Management-Team auch künftig verpflichtet – ebenso wie dem Anspruch, Innovationen voranzutreiben. 2025 beteiligte sich die Sandler AG an der Phoenix Non Woven GmbH & Co. KG. Sie erhielt damit Zugang zu neuen Märkten wie der thermischen Isolation und Antriebstechnologien wie Wasserstoff- und Batteriezellen.

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