Vier Handlungsfelder. Ein gemeinsames Ziel.
Unsere Handlungsfelder Energie, Mensch, Mindset und Produkt zeigen, wie wir Nachhaltigkeit bei Sandler strukturieren. Sie bündeln Maßnahmen aus unserem Nachhaltigkeitsmanagement und verbinden Themen wie Energie, Produktentwicklung, Zusammenarbeit und nachhaltige Transformationsgestaltung.
Handlungsfeld Energie
Energie ist die Grundlage unserer Prozesse. Deshalb beschäftigen wir uns intensiv mit der Frage, wie wir Energie effizient einsetzen, Versorgungssicherheit stärken und den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben können. So schaffen wir die Basis für eine langfristig orientierte Unternehmensentwicklung.
Energiewende bedeutet für uns in unser Unternehmen zu investieren, und damit in unsere Zukunft.
Energie effizient nutzen. Zukunftsfähig produzieren.
Energie ist ein essenzieller Baustein für die Aktivitäten von Sandler. Diese Power setzt Impulse und wird durch die drei Bögen verdeutlicht.
Sandler ist ein energieintensives Unternehmen. Damit haben wir einen täglichen Energiebedarf (Strom und Gas), der vergleichbar mit dem einer mittelgroßen Stadt ist. Und hier bieten sich die größten Chancen: Energie effizient nutzen, ausbauen, Kosten reduzieren, Verbrauch einsparen.
Energiethemen bei Sandler
Energie treibt uns an. Für die Herstellung unserer Produkte benötigen wir Energie. Dabei möchten wir unseren Carbon Footprint minimieren und überwachen aus diesem Grund unseren Energieeinsatz genau. Wir schaffen Optimierungspotenziale und erschließen erneuerbare Energiequellen. Das trägt zu einer stabilen Versorgungssituation bei.
Was gehen wir im Handlungsfeld Energie konkret an?
- Erweiterung Netzinfrastruktur
- Ausbau erneuerbarer Energien (Photovoltaik- und Windkraftanlagen)
- Abdeckung Wärmebedarf
- Batteriespeicher
- CO₂-Einsparungskonzept
- Transparente Energiedaten
- Energieoptimierung der Aggregate
Handlungsfeld Produkt
Unsere Produktpalette ist vielfältig. Darum möchten wir für jedes Produkt Nachhaltigkeit integrieren. Die zwei Bögen symbolisieren unsere Vliesstoffe als Rollenware. Das Produkt bestimmt unseren Purpose. Rohstoffe, Betriebsstoffe, Produktionsverfahren, Lieferung, Verwendung, Verwertung: Wir betrachten den gesamten Lebenszyklus unserer Vliesstoffe. Jeder einzelne Schritt wird von uns regelmäßig hinterfragt, um Entwicklungs- und Optimierungspotenziale zu erkennen und unsere Produkte kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Unter nachhaltigen Produkten verstehen wir bei Sandler Sortenreinheit als Voraussetzung für die Recyclingfähigkeit der Produkte, den Einsatz von recycelten Materialien sowie die Verwendung von nachhaltig nachwachsenden Rohstoffen. Außerdem achten wir auch darauf, dass Rohstoffe entweder biobasiert sind, d.h. ganz oder teilweise pflanzlicher Herkunft sind, oder am Ende ihres Lebenszyklus entweder recycelt oder industriell kompostiert werden können.
Kreislauffähigkeit von Anfang an mitdenken
Als Vliesstoffhersteller beschäftigen wir uns intensiv mit den Auswirkungen unserer Produkte und dem verantwortungsvollen Umgang mit Kunststoffen.
Dabei betrachten wir unter anderem Langlebigkeit, Recyclingfähigkeit und den Einsatz nachwachsender Rohstoffe. So entwickeln wir unsere Produkte im Rahmen unserer Möglichkeiten kontinuierlich weiter.
Produkte entwickeln
Sandler verfolgt das Ziel bis 2035 den CO₂-Fußabdruck seiner Produkte um 40 % zu reduzieren. Und wie? Dafür erfassen wir Product Carbon Footprints (PCFs), um Emissionen entlang des Produktlebenszyklus transparent zu machen. Die Carbon-Footprint-Berechnung berücksichtigt Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Transporte. Ein wesentlicher Hebel liegt dabei in der Auswahl geeigneter textiler Rohstoffe und Materialien.
Individuelle Product Carbon Footprint Berechnung
Sie wollen den PCF Ihres Produkts berechnen lassen? So berechnen wir Ihren PCF:

Was gehen wir im Handlungsfeld Produkt konkret an?
- C2C*-Zertifizierung
- Internes Benchmarking
- EPD**-Zertifizierung
- Rückführungsmodelle
- Mehrwegverpackung
- Nachhaltige Neuentwicklungen
- Definition, Bewertung & Analyse von Rohstoffen
- Ausweitung des Netzwerkes mit Partnern
* Cradle to Cradle
**Environmental Product Declaration
biobased/biobasiert:
- Fasern, die auf Basis nachwachsender Rohstoffe erzeugt werden (ganz oder teilweise)
- Bsp.: CLY, CV, HA, LI, PLA, CO
Biologisch abbaubar bedeutet: Mikroorganismen wie Pilze oder Bakterien zersetzen den Kunststoff mithilfe von Enzymen – unter definierten Bedingungen und über einen bestimmten Zeitraum.
Bei Sandler definieren wir biologisch abbaubar im Sinne von industriell kompostierbar.
Industriell kompostierbar bedeutet: Der Kunststoff zerfällt in industriellen Kompostieranlagen innerhalb von etwa drei Monaten zu mindestens 90 Prozent in Partikel unter zwei Millimeter Größe. Nach spätestens sechs Monaten muss das Material zu mindestens 90 Prozent vollständig abgebaut sein. Der entstehende Kompost wird auf seine Wirkung auf das Pflanzenwachstum geprüft, und sämtliche Inhaltsstoffe müssen kompostierungsrechtlich unbedenklich sein. Wichtig: Auch erdölbasierte Kunststoffe können diese Anforderungen erfüllen.
- Bsp.: CLY, CV, HA, LI, PLA, CO
Naturfasern:
- Pflanzenfasern (Baumwolle, Leinen, Hanf)
- Tierische Fasern (Wolle, Tierhaare, Seide)
Chemiefasern:
- Zellulosische Fasern (Viskose, Lyocell)
- Synthetische Fasern (Polyester, Polyethylenterephtalat, Polyamid, Polyacryl, Polypropylen)
Mechanisches Recycling (Reißen):
Materialien werden zerkleinert, um die Fasern zurückzugewinnen. Bei Sandler recyceln wir intern mechanisch, indem unsere Restrohstoffe zerrissen und dem Prozess wieder zugeführt werden. Ansonsten werden die Restrohstoffe auch extern mechanisch recycelt.
Thermo-Mechanisches Recycling (Regranulieren):
Synthetische Textilien, die zum Großteil aus einem homogenen Material bestehen, können aufgeschmolzen und zu einem Granulat verarbeiten. Dieses Granulat dient als Ausgangsmaterial für neue Fasern.
Chemisches Recycling (Spaltung zurück zum Oligomer/Monomer):
Materialien werden über einen chemischen Prozess auf molekularer Ebene zerlegt und die Molekülstruktur zurückgewonnen. Die wichtigsten Verfahren sind:
- Pyrolyse: Thermische Zersetzung von Kunststoffen bei hohen Temperaturen in sauerstofffreier Atmosphäre zu Öl- oder Gasgemischen.
- Depolymerisation: Rückführung von Polymeren (z. B. PET, PA) in Monomere durch gezielte chemische Reaktion.
- Solvolyse: Auflösung bestimmter Polymere in Lösungsmitteln, meist mit Katalysatoren.
- Vergasung: Herstellung von Synthesegas aus Kunststoffabfällen für die Weiterverwendung in der Chemieindustrie.
Thermische Verwertung (Verbrennung):
Materialien werden verbrannt, um Energie zu gewinnen.
Stoffliche Verwertung:
Restrohstoffe werden für einen anderen Einsatzzweck verwendet, bspw. Spunlace-Randabschnitte und Ausschuss-Rollen oder -Ballen werden zu Wischmopps verarbeitet.
Handlungsfeld Mensch
Menschen müssen als Team agieren, um Nachhaltigkeit Schritt für Schritt im Unternehmen zu verankern. Wir sitzen alle im selben Boot – unsere Vielfalt lässt uns die Segel setzen. Das zeigt der Bogen Mensch. Bei all unseren Vorhaben steht der Mensch für uns bei Sandler im Mittelpunkt. Denn nur dann, wenn wir als Team gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir die Ziele unserer Nachhaltigkeitsstrategie erreichen. Gleichberechtigung und Fairness sind dabei selbstverständlich für uns. Genauso wie regionales Engagement. Gleichzeitig setzen wir uns für einen verantwortungsvollen Umgang mit Menschen entlang unserer Lieferkette ein.
„Talent gewinnt Spiele, aber Teamwork und Intelligenz gewinnen Meisterschaften.“ – Michael Jordan
Vielfalt, Verantwortung und Zusammenarbeit
Wie wohl fühlen sich unsere Mitarbeitenden? Wie können wir helfen, die Gesundheit zu schützen, zu stärken oder schnell wieder herzustellen? Was tun wir für Familienfreundlichkeit, Integration, Gleichstellung oder respektvollen Umgang miteinander? Was können wir zur Bildung beitragen, damit wir auch in Zukunft ausreichend Fach- und Nachwuchskräfte haben werden?
Transformation und Wandel können nur gelingen, wenn Menschen mitziehen, denn sie sind die Säulen eines Unternehmens.
Menschen gestalten Veränderung
Nur wenn wir gemeinsam Verantwortung übernehmen, können wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie voranbringen. Menschen bei Sandler, in unserem Umfeld, in unserer Liefer- und Wertschöpfungskette – sie alle können unsere Geschäftstätigkeit beeinflussen und gleichzeitig von ihr betroffen sein. Mit diesen Interessengruppen setzen wir auf Dialog, Zusammenarbeit und Austausch.
Was gehen wir im Handlungsfeld Mensch konkret an?
- Botschafterkonzept
- Strukturen für Diversität
- Gezielte Qualifikations- und Weiterbildungsmaßnahmen
- Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle, z.B. Teilzeitschicht
- Wissenstransfer (Eintritt und Ausstieg)
- Menschenrechtserklärungen
- Code of Conduct für Geschäftspartner
- Lieferanten-Risikoanalysen
- Lokales Engagement
Handlungsfeld Mindset
Das richtige Mindset benötigen wir als Basis, um Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell bei Sandler verstehen und annehmen zu können. Der Bogen in Mindset zeigt, dass wir unser nachhaltiges Denken in unser alltägliches Handeln integrieren und schärfen müssen, um Ideen zur Nachhaltigkeit zu verwirklichen. Das Mindset ist die Grundlage unserer Transformation. Auch kleine Veränderungen bringen uns langfristig voran. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter genauso wie jeder unserer Geschäftspartner und Kunden kann einen Beitrag zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie leisten und sich aktiv einbringen. Denn nur gemeinsam können wir Großes bewegen.
Nachhaltigkeit beginnt im Denken
Das Mindset unterstützt die Verankerung nachhaltigkeitsbezogener Themen im Unternehmen, fördert die Einbindung der Menschen, trägt zum Ausbau erneuerbarer Energien bei und stärkt die Ausrichtung auf ressourcenschonend entwickelte Produkte von Sandler.
Mithilfe einer wertschätzenden Kommunikationskultur entwickeln wir eine nachhaltige Unternehmenskultur, indem wir das Verständnis zu Themen der Nachhaltigkeit aufbauen und verbreiten. Nur so können wir gemeinsam die langfristige Entwicklung unseres Unternehmens gestalten.
Was gehen wir im Handlungsfeld Mindset konkret an?
- Social-Media-Kampagnen
- Interne Aktionen und Bewusstseinskampagnen
- Newsletter
- Multiplikator-Netzwerke
- Zielgruppenspezifische Kommunikation
- Regelmäßige Umfragen und Umsetzung entsprechender Maßnahmen
- Stories im Nachhaltigkeitsblog
- Veröffentlichung des Nachhaltigkeitsberichts
Mehr über den Sandler Spirit erfahren
Unsere Handlungsfelder zeigen, woran wir konkret arbeiten. Doch Veränderung entsteht vor allem dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, Ideen einbringen und gemeinsam handeln. Genau dieser Teamgeist prägt den Sandler Spirit – und macht Nachhaltigkeit im Alltag lebendig.